Investitionszuschuss Wagniskapital – Ein Ansporn für Investoren und Business Angels

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (kurz BAFA) hat eine hochinteressante Förderung aufgelegt. Das Programm bietet einem VC oder Business Angel die Chance einer 20% Refinanzierung seines Investes. Die Grenze der Förderung liegt bei 50.000€ und damit bei einer Investitionssummer von 250.000€.

Eine wichtige – und aus meiner sicht auch gute Einschränkung ist, dass nur private Investoren gefördert werden. Dies schließt den institutionellen VC aus.

Wörtlich heißt es in der Beschreibung des Programms:

Gefördert werden private Investoren (natürliche Personen), die Gesellschaftsanteile an jungen innovativen Unternehmen erwerben. Die Anteile müssen vollumfänglich an Chancen und Risiken beteiligt sein. Der private Investor erhält 20 Prozent des Kaufpreises für den Anteilserwerb über den Zuschuss zurückerstattet – die Beteiligung muss für mindestens drei Jahre gehalten werden.
Der Investor muss dem Unternehmen mindestens 10.000 Euro zur Verfügung stellen. Ist die Zahlung des Kaufpreises an die Erreichung von Meilensteinen durch das Unternehmen geknüpft, muss jede einzelne Zahlung des Investors mindestens 10.000 Euro betragen. Jeder Investor kann pro Jahr Zuschüsse für Anteilskäufe in Höhe von bis zu 250.000 Euro beantragen. Pro Unternehmen können Anteile im Wert von bis zu 1 Million Euro pro Jahr bezuschusst werden.

In der Praxis hat sich das Programm bereits als unkompliziert und schnell bewährt. In einem Fall waren von der Antragstellung bis zur Auszahlung gerade mal 3 Wochen vergangen.

Für alle, die aktuell in der Verhandlung mit einem privaten VC stehen ist dieses Programm ein Muß.

Führung im Unternehmen

Antworten auf die Frage nach Sinn und Zweck von Führung gibt es sicherlich soviele wie es Personen gibt, die diese Frage beantworten wollen. Eine durchaus archetypische Antwort finden wir z.B. auf Wikipedia unter dem Thema Führung in den Sozialwissenschaften:

„Der Zweck der Führung besteht in der Beeinflussung der Einstellungen und des Verhaltens zur Zielerreichung.“


Solche Aussagen definieren Führung am gemeinsamen Ziel des Unternehmens. Die Aufgabe der Führung ist, den Mitarbeiter dahingehend zu beeinflussen, dass er dieses Ziel, also das Ziel des Unternehmens in seiner Aufgabe als oberste Prämisse sieht und er seine Arbeit dahingehend ausrichtet.Eine solche Definition führt aber in der Regel in die Irre. Wenn wir diese Aussage direkt auf ein konkretes Unternehmensziel hin umschreiben lautet sie in etwa so:

„Der Zweck der Führung  liegt in der Beeinflussung der Einstellungen und des Verhaltens, um eine 10%ige Umsatzrendite zu erzielen“.
 

Dass dieser Satz nicht funktioniert liegt an zwei Dingen. Zum einen an der Zielaussage, zum anderen an der Idee der Beeinflussung.

Der Einfluss der Führung

Bevor solche Leitsätze in die unternehmensinterne Kommunikation einfließen und dem Management als Leitsatz dienen, sollten wir uns Gedanken darüber machen warum es überhaupt Unternehmen gibt. Dabei sind nicht wirtschaftliche Prämissen wie „Gewinnmaximierung“ gefragt sondern Grundsätze, die schon für die ersten Unternehmnungen der Menschheitsgeschichte gegolten haben. Die ersten Unternehmungen waren die gemeinsame Jagd oder der Bau der Bau eines Hauses. Um ein Haus zu bauen waren mehr als zwei Hände notwendig,damit es möglich wird, einen Balken zu halten und gleichzeitig die Verbindung zu einem zweiten Balken herzustellen.

Bei solchen Unternehmungen trafen sich Menschen um gemeinsam Dinge zu leisten, die einem einzelnen nicht oder nur erschwert möglich gewesen wären. Eine etwas unorthodoxe Definition eines Unternehmens ist also „ein Zusammenschluss von Menschen, die in der Zusammenarbeit eine Leistung vollbringen wollen, die ein einzelner nicht erbringen kann“.

Wenn wir hier also den Kerngedanken eines Unternehmens in der Zusammenarbeit sehen, dann ist die Aufgabe der Führung im Unternehmen, die Zusammenarbeit zwischen Menschen zu ermöglichen.

Ziel der Führung im Unternehmen sollte also immer Zusammenarbeit sein. Ein Forderung, die leider in vielen Unternehmen nicht von der Unternehmenskultur getragen wird und leider auch in sehr wenigen Fällen honoriert wird.

Das Ziel der Führung

Ein Ziel ist dann ein gutes Ziel wenn ich dieses beeinflussen kann. Ein wichtiger Punkt, der selten mit einem Unternehmensziel und der einzelnen Führungskraft in Einklang zu bringen ist. Selbst Manager in Top-Positionen neigen dazu, bei abstrakten Zielen zu resignieren oder es zu ignorieren, wohingegen ein konkretes und beeinflussbares Ziel gern als Herausforderung in Angriff genommen wird.

Wenn ich vor diesem Hintergrund also einen Zweck von Führung formulieren soll, dann lautet dies in etwa so:

„Zweck von Führung ist es, eine Gruppe Menschen zur Zusammenarbeit auf eine gemeinsames konkretes Ziel hin zu bewegen.“